Oksen Lounge Chair 4201
Arne Jacobsens Ledersessel von 1966, der größte und umstrittenste Sessel, den er entworfen hat
1010 × 1150 × 870 mm
Source: spec sheet PDF — 4201 swivel lounge chair — published as W 101 × D 87 × H 115 cm
1966
USD 21,499, model 4201: Upholstery: Grace / Black, Star base: Aluminium / Brushed - Matt, Base Type: Swivel (default configuration), excl. VAT and taxes, fritzhansen.com US market, 2026-10-15
Beschreibung
Überblick
Der Oksen™ Lounge Chair 4201 wurde von Arne Jacobsen entworfen und 1966 vorgestellt. Die Produktseite beschreibt einen Lehnsessel mit scharfer, kraftvoller Optik, die einen Raum dominiert, und hält fest, dass seine Einführung Design-Kennerinnen und -Kenner weltweit nach rund fünf Jahren Designexperimenten überraschte. Er gilt als der größte und umstrittenste Sessel, den Arne Jacobsen je entworfen hat.
Konstruktion
- Gestell: Holzteile, verbunden mit Stahlkomponenten; Säule und Montageplatte sind aus Stahl, der fünfstrahlige Fuß aus Aluminiumdruckguss (Datenblatt)
- Sitz: Sitzkissen aus Schaumstoff und einer Mischung aus Federn und Daunen; das Nacken- und Rückenkissen besteht aus geformtem Polyurethanschaum
- Bezug: ausschließlich Leder; die Rückseite ist wie beim Egg™ handgenäht, die Vorderseite maschinengenäht (Datenblatt)
- Fuß: der originale, unverwechselbare fünfstrahlige Arne-Jacobsen-Fuß; drehbar, mit optionalem Rückholmechanismus für die Säule

Maße
- H 115 × B 101 × T 87 cm
- Sitzhöhe 43 cm, Armlehnenhöhe 58 cm
Geschichte
„Der Stier“
Das Datenblatt stellt den Oksen den organischen, weichen Linien des Swan™ und des Ant™ gegenüber, für die Arne Jacobsen bekannt war: Bei seinem ersten Erscheinen 1966 kam er für Design-Kennerinnen und -Kenner weltweit überraschend. Passend zu seinem Namen, der auf Dänisch „der Stier“ bedeutet, ist der Oksen groß, kühn und kraftvoll. Fritz Hansen brachte den Sessel 2017 neu auf den Markt; das Blatt bezeichnet ihn als herausragendes, aber etwas übersehenes Möbelstück von Arne Jacobsen.
Fünf Jahre Experimente
Laut Datenblatt wurde der Oksen nicht für ein bestimmtes Architekturprojekt entworfen, sondern war das Ergebnis jahrelanger Experimente: Jacobsen kehrte in den Jahren 1962–66 mit zahlreichen Variationen zu dieser Idee zurück, bevor sie 1966 Gestalt annahm. Als klare Inspiration nennt das Blatt den amerikanischen Recliner-Typ, den Jacobsen in den Vereinigten Staaten gesehen hatte. Zudem wird der Sessel als Gegenreaktion auf das Bild Jacobsens als Designer weicher, skulpturaler Formen verstanden. Stilistisch ordnet das Datenblatt ihn zwischen den weichen Royal-Möbeln und den strengeren Oxford™-Möbeln in der Kollektion von Fritz Hansen ein.
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