Designer
Jens H. Quistgaard
Jens Harald Quistgaard (1919–2008) war ein dänischer Bildhauer und Designer. Er wuchs in Kopenhagen in einem künstlerisch geprägten Elternhaus auf, wurde von seinem Vater Harald Quistgaard zum Bildhauer ausgebildet und absolvierte später…
Biografie
Hintergrund
Jens Harald Quistgaard (1919–2008) war ein dänischer Bildhauer und Designer. Er wuchs in Kopenhagen in einem künstlerisch geprägten Elternhaus auf, wurde von seinem Vater Harald Quistgaard zum Bildhauer ausgebildet und absolvierte später an einer technischen Schule der Stadt eine Ausbildung zum Zeichner und Silberschmied. Die Produktseite von Fritz Hansen berichtet, dass er bei Georg Jensen in die Lehre ging und sich vom Zeichner und Reliefgestalter zum skulpturalen Designer entwickelte.
Markanter Stil
Sein Durchbruch als Industriedesigner gelang 1953–54 mit dem Besteck Fjord, dem ersten Set, das Edelstahl mit Teakholzgriffen verband. Für das amerikanische Unternehmen Dansk Designs, dessen Chefdesigner er ab 1954 rund drei Jahrzehnte lang war, entwarf er Tafel- und Küchengeschirr, das laut Wikipedia zum Inbegriff der skandinavischen Moderne wurde: klare Linien, skulpturale Formen und natürliche Materialien.
Bekannte Werke
- Fjord-Besteck, 1954, und das emaillierte Küchengeschirr Kobenstyle, 1955, für Dansk Designs
- Gusseiserne Kasserolle Ankerline, 1954, die bei der Triennale in Mailand mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde
- Lackierte Tabletts und Schalen Festivaal, 1960, sowie die Serie Rare Woods, 1961
- Stick Chair, 1966, hergestellt von Nissen in Langaa
- Fionia Stool, entworfen 1986 in Zusammenarbeit mit Quistgaard, laut Fritz Hansen
Vermächtnis
Quistgaard erhielt 1954 den Lunning-Preis und 1958 den Neiman Marcus Award, und viele seiner Entwürfe werden bis heute produziert. Der Dokumentarfilm A Saucepan for My Wife aus dem Jahr 2009 porträtiert ihn als Menschen und als Designer.

