Designer
Franca Helg
Franca Helg wurde am 21. Februar 1920 in Mailand geboren und starb dort am 4. Juni 1989. Laut der italienischen Wikipedia war sie die Tochter eines Schweizer Textilindustriellen, Salvatore Helg, und einer deutschen Mutter, Alice Ahrens.…
Biografie
Hintergrund
Franca Helg wurde am 21. Februar 1920 in Mailand geboren und starb dort am 4. Juni 1989. Laut der italienischen Wikipedia war sie die Tochter eines Schweizer Textilindustriellen, Salvatore Helg, und einer deutschen Mutter, Alice Ahrens. 1945 schloss sie ihr Studium am Politecnico di Milano ab und arbeitete anschließend in der Architekturplanung, im Museumsdesign und im Industriedesign.
Markanter Stil
Die italienische Wikipedia würdigt sie vor allem für ihre Fähigkeit, Klassizismus und Moderne miteinander zu verbinden. Von 1951 bis zum Tod von Franco Albini im Jahr 1977 arbeitete sie als langjährige Berufspartnerin mit ihm zusammen; die beiden werden bei den meisten ihrer bekanntesten Projekte gemeinsam genannt. Danach arbeitete sie mit Marco Albini und Antonio Piva.
Bedeutende Werke
Gemeinsam mit Albini entwarf sie das Kaufhaus La Rinascente an der Piazza Fiume in Rom, die Terme Luigi Zoja in Salsomaggiore und das Museo degli Eremitani in Padua sowie die Ausstattung der Mailänder U-Bahn, für die sie zusammen mit Bob Noorda den Compasso d'Oro 1964 erhielt. Ihre Möbel- und Haushaltsentwürfe entstanden für Poggi, Bonacina und San Lorenzo. Die italienische Wikipedia bezeichnet den Sessel Primavera für Bonacina aus dem Jahr 1889 als ihre berühmteste Schöpfung. Das Datenblatt von Cassina nennt Franco Albini und Franca Helg als Urheber des Sessels Tre Pezzi aus dem Jahr 1959, während der ausführlichere Text auf der Produktseite das Jahr 1952 angibt.
Vermächtnis
Sie lehrte Architekturkomposition, zunächst als Assistentin an der Iuav in Venedig und danach am Politecnico di Milano, wo sie 1967 zur außerordentlichen Dozentin und 1984 zur ordentlichen Professorin ernannt wurde. Das Archiv von Albini und Helg umfasst Zeichnungen zu mehr als 600 Projekten aus den Jahren 1945 bis 2001.