
Designer
Carlo de Carli
Carlo De Carli (Mailand, 7. November 1910 – Mailand, 3. März 1999) war ein italienischer Architekt, Designer und Architekturtheoretiker. Laut der italienischen Wikipedia wurde er in Mailand in eine bürgerliche Familie hineingeboren, deren…
Biografie
Hintergrund
Carlo De Carli (Mailand, 7. November 1910 – Mailand, 3. März 1999) war ein italienischer Architekt, Designer und Architekturtheoretiker. Laut der italienischen Wikipedia wurde er in Mailand in eine bürgerliche Familie hineingeboren, deren mütterliche Wurzeln am Gardasee lagen. Nach seinem Architekturstudium arbeitete er ein Jahr im Büro von Gio Ponti und trat später die Nachfolge Pontis am Politecnico di Milano an. GUBI datiert seinen Studienabschluss auf 1934.
Charakteristischer Stil
Seine Arbeit als Designer war an eine theoretische Denkweise gebunden, die den Menschen in den Mittelpunkt des Projekts stellt. GUBI fasst seine Philosophie als die Verbindung von Raum, Material sowie menschlichem Körper und Gestik zusammen. Die italienische Wikipedia beschreibt seine Idee des primären Raums (spazio primario) als Grundlage der Architektur.
Bekannte Werke
Seine Möbel wurden unter anderem von Firmen wie Cassina, Tecno, Sormani, Longhi und Cinova produziert. Der Stuhl Modell 683 gewann 1954 den ersten Compasso d'Oro, und der Sessel Balestra für Tecno erhielt 1957 den Grand Prix der 11. Triennale. Zu seinen Bauten zählen das Theater Sant'Erasmo (1951–53) und die Kirche Sant'Ildefonso (1955–56) in Mailand.
Vermächtnis
De Carli lehrte bis 1986 am Politecnico di Milano und war von 1965 bis 1968 Dekan der Architekturfakultät. Von 1967 bis 1971 war er Herausgeber der Zeitschrift Interni. Sein Archiv befindet sich im historischen Archiv des Politecnico, und GUBI zufolge wird sein geistiges Erbe von seiner Familie verwaltet.

