Kollektionsgeschichte
Ursprung
Die röhrenförmigen Stahlklassiker von Thonet reichen bis in die späten 1920er-Jahre zurück. 1926 baute Mart Stam einen Stuhl ohne hintere Beine aus Gasrohr, der laut Thonet das Wesen des Freischwingers erfasste. 1928 schloss Thonet einen Vertrag mit Marcel Breuer, 1929 übernahm das Unternehmen dessen Firma Standard Möbel, und 1930 richtete Thonet an seinem Produktionsstandort Frankenberg eine eigene "Stahlabteilung" ein. Im Laufe der 1930er-Jahre wurde Thonet zum weltweit größten Hersteller von Möbeln aus Stahlrohr.
Designsprache
Die Modelle bestehen aus gebogenem, verchromtem Stahlrohr, das mit industriellen Verfahren gefertigt wird, die auf Thonets Bugholztechnik aufbauen. Thonet beschreibt sie als leicht, transparent und "wie in den Raum gezogen", so Breuer. Mehrere Modelle verbinden das Stahlgestell mit Thonets traditionellen Materialien, Bugholz und Wiener Geflecht.
Schlüsselmodelle
Thonet zählt zu seinem Stahlrohrprogramm Marcel Breuers Freischwinger S 32 / S 64 und den Loungesessel S 35, Mart Stams S 33 und S 34, Mies van der Rohes S 533 sowie Breuers Satztische B 9 auf.


